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2,5 Millionen Zivildienstleistende seit 1961
Einst als Drückeberger und Memmen verpönt, wird der gesellschaftliche Einsatz von Zivildienstleistenden heute anerkannt. Etwa neunzigtausend engagieren sich in diesem Jahr sozial, sei es in Altenheimen, Jugendherbergen, Behinderteneinrichtungen, Obdachlosenstätten, Kindergärten, Umweltorganisationen … Damit kehrte sich das Verhältnis um, dass einst mehr junge Männer zur Armee gingen statt Ersatzdienst zu absolvieren. Doch während Abiturienten sich gern für einen Zivildienst entscheiden, begeistern sich Hauptschüler kaum dafür.
Seit der Einführung des Zivildienstes 1961 wuchs nicht nur seine Beliebtheit sondern auch der "Komfort". So arbeiten Zivis nun nicht mehr zwanzig Monate, wie in den 1980ern, sondern neun, wie ihre militärischen Genossen. Zudem stehen neben der Arbeit in Deutschland vielfältige Möglichkeiten zum Ersatzdienst im Ausland offen.
Seit 1957 leisteten 8,1 Millionen Deutsche Wehrdienst, seit 1961 2,5 Millionen Zivildienst. Am Montag wurde in Stuttgart der 2,5-millionste Zivi gefeiert.
Manch einer bangt jedoch um die Zukunft des Zivildienstes, denn mit einem Ende der Wehrpflicht hörte auch dieser auf. Dann fielen vielen Einrichtungen die billigen Arbeitskräfte weg. Doch vielleicht lässt sich diese Lücke ja durch freiwilliges Engagement decken, so z.B. beim Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr. Da helfen schließlich auch die Mädchen fleißig mit und bringen somit ihren gesellschaftlichen Einsatz!