Zivildienst im Ausland?
Wo gibt´s denn so was?!
In einem Projekt für Straßenkinder in Brasilien, in einer
Schule in den USA, auf einem ökologischen Bauernhof in Ägypten,
in einer Kirchengemeinde in Frankreich, in einer Schule für behinderte
Kinder in Neuseeland oder Südafrika. Dort, und an vielen Stellen
mehr auf der Welt, wo praktische Hilfe benötigt wird, können
deutsche Kriegsdienstverweigerer einen Ersatzdienst für den Zivildienst
leisten.
Kaum einer weiß allerdings davon, denn die Geschichte heißt
dann auch nicht mehr "Zivildienst" sondern
"Der Andere Dienst im Ausland", worüber Zivi Weltweit informiert.
Auskünfte zum "Anderen Dienst im Ausland" sind nur schwer
erhältlich, obwohl immerhin etwa 160 Träger jungen Männern
die Möglichkeit zu einem solchen Auslandsaufenthalt bieten. Eine
Liste dazu gibt es hier. Zwar dauert dieser etwas länger als Wehr-
oder Zivildienst, aber er beschert auch so manche Vorteile sowie die Möglichkeit,
ganz neue Erfahrungen in einem fremden Kulturkreis machen zu dürfen,
Sprachkenntnisse u.a. Qualifikationen zu erwerben, die sich nicht nur
im Lebenslauf gut machen, sondern auch tatsächlich Nutzen bringen.
So wird so mancher auch gute Kontakte knüpfen und diese Beziehungen
später einmal für seine berufliche Laufbahn nutzen, oder er
wird vielleicht für sein Wunschland in Deutschland tätig sein
können. Ein Schuß Abenteuerlust darf ruhig mit dabei sein,
denn wer weiß, ob man später im Leben noch einmal die Chance
zu einem längeren Auslandsaufenthalt bekommt? Offenheit gegenüber
anderen Kulturen, Toleranz und der Wunsch, etwas wirklich Sinnvolles zu
tun, sind Bedingung.
Einsätze erfolgen weltweit und sind an praktische Tätigkeiten
im sozialen, pädagogischen oder humanitären Bereich gebunden.
Wo ist also Näheres ausfindig zu machen, und wie ergattert man diese
Stellen?
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