Zivildienst im Ausland?

Wo gibt's denn so was?!

In einem Projekt für Straßenkinder in Brasilien, in einer Schule in den USA, auf einem ökologischen Bauernhof in Ägypten, in einer Kirchengemeinde in Frankreich, in einer Schule für behinderte Kinder in Neuseeland oder Südafrika. Dort, und an vielen Stellen mehr auf der Welt, wo praktische Hilfe benötigt wird, können deutsche Kriegsdienstverweigerer einen Ersatzdienst für den Zivildienst leisten.
Kaum einer weiß allerdings davon, denn die Geschichte heißt dann auch nicht mehr "Zivildienst" sondern

"Der Andere Dienst im Ausland".

Auskünfte zum "Anderen Dienst im Ausland" sind nur schwer erhältlich, obwohl immerhin etwa 130 Träger jungen Männern die Möglichkeit zu einem solchen Auslandsaufenthalt bieten. Eine Liste dazu gibt es hier. Zwar dauert dieser etwas länger als Wehr- oder Zivildienst, aber er beschert auch so manche Vorteile sowie die Möglichkeit, ganz neue Erfahrungen in einem fremden Kulturkreis machen zu dürfen, Sprachkenntnisse u.a. Qualifikationen zu erwerben, die sich nicht nur im Lebenslauf gut machen, sondern auch tatsächlich Nutzen bringen.

So wird so mancher auch gute Kontakte knüpfen und diese Beziehungen später einmal für seine berufliche Laufbahn nutzen, oder er wird vielleicht für sein Wunschland in Deutschland tätig sein können. Ein Schuß Abenteuerlust darf ruhig mit dabei sein, denn wer weiß, ob man später im Leben noch einmal die Chance zu einem längeren Auslandsaufenthalt bekommt? Offenheit gegenüber anderen Kulturen, Toleranz und der Wunsch, etwas wirklich Sinnvolles zu tun, sind Bedingung.

Einsätze erfolgen weltweit und sind an praktische Tätigkeiten im sozialen, pädagogischen oder humanitären Bereich gebunden. Wo ist also Näheres ausfindig zu machen, und wie ergattert man diese Stellen?

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